Gartenführerpflanze des Monats

Januar 2020

 

Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus)

Ein schöner Blickfang im winterlichen Garten
Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus).

 

Sie ist ausdauernd, genügsam und immergrün. Seit einigen Jahren hat die stinkende Nieswurz ihren Platz im Halbschatten unter Hecken und Bäumen in meinem Garten eingenommen. Die stammbildenden Halbsträucher sind zirka 60 – 90 cm groß und werden selten älter als drei bis vier Jahre. Die Pflanze übersteht auch trockene Sommer und schmückt mit ihren tiefdunklen Blättern die sommerlichen Beete.

 

Ab November, wenn sich dann alle anderen Pflanzen zurückziehen, bildet sich eine hellgrüne Fruchtkrone. Die stinkende Nieswurz blüht zwischen Winter und Frühjahr mit auffällig gelbgrünen Blüten, die dann bis in den Mai hinein ein aparter Hintergrund zu Lungenkraut, Buschwindröschen und Narzissen ist.


Steckbrief:

Stinkende Nieswurz (Helleborus foetidus)

Familie: Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae)


Sie verdankt ihren Namen dem unangenehmen Geruch beim Zerbrechen ihrer Wurzeln (foetidus bedeutet stinkend). Der Gattungsname Helleborus stammt vom griechischen helein (Töten) und von bora, das Speise bedeutet und weist damit auf die Giftigkeit der Pflanze hin; alle Teile der Nieswurze sind stark giftig.
Volkstümlicher Name: Bärenfuss, Feuerwurz, Läusekraut, Lenzrose, Schelmwurz, Teufelskraut, Wolfszahn.
Frühblüher: März – April
Blüten: Jede Blüte besitzt 5 hellgrüne Kronblätter. Im Gegensatz zu den dunkelgrünen Blättern, verströmen die Blüten einen angenehmen zarten Duft.. Bei manchen Pflanzen bildet sich mit zunehmender Reife, einen rötlichen Rand an den Blüten. Durch das reiche Pollenangebot ist die Nieswurz beliebt bei Hummeln und Pelzbienen.

Früchte: Jede Blüte hat 6-8 vielsamige Balgfrüchte. Die Früchte öffnen sich mit leichtem Knacken, wenn man sie an der Seite drückt. Sind die Samen reif, fallen sie zu Boden und werden von Ameisen verbreitet.
Nutzung im Altertum: Sie war ein Universalmittel, eine alte Heilpflanze, die gegen Epilepsie und Geisteskrankheiten eingesetzt wurde. Auch wurde die Pflanze als äußerliches Mittel gegen Läuse und andere Insekten verwendet. Heute: Die Nieswurz wird als Zierpflanze im Halbschattenbereich auf lockeren Böden kultiviert. Ihr Deutscher Name verrät die Nutzung als Niespulver.


Marianne Knab, Gartenführerin, Januar 2020
www.sinn-voll.com

 

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