Purpur-Sonnenhut (Echinacea purpurea) 

Purpur oder Rosa war und ist nicht unbedingt eine meiner Lieblingsfarben. Doch der rote Sonnenhut hatte es mir, trotz der Farbe schon lange angetan.

Richtig ins Auge gestochen ist die Pflanze mir schon vor einigen Jahren auf einer größeren Fläche im Hermannshof in Weinheim. Im Bereich „Trockener Präriestandort“ leuchtete prachtvoll der rote Sonnenhut. Die weite Prärie Nordamerikas, Geschichten von Cowboys und Indianern, Erinnerungen an beliebte Spiele meiner Kindheit und die häufige Fassenacht-Indianer-Verkleidung kamen mir ins Gedächtnis. Aber warum nicht an Früher denken und daraus neue Gartenideen entwickeln?

In unserem Garten gibt es über der Tiefgaragen-Einfahrt eine nur ca. 30cm hoch aufgeschüttete Fläche, die mir vergleichbar zum Pflanzsubstrat in Weinheim erschien. Das Lava-Tuffstein-Kiesgemisch eigentlich die Grundlage für einen Rollrasen, ist für den wahren Gärtner ohne Rasenmäher eine Herausforderung. Was sollte man da schon einpflanzen können? Die Lösung war die gut sortierte Samenbank im Herrmannshof, also ab in den Verkaufsshop und nach den passenden Samen gesucht.

Selbst aussähen, pikieren und im nächsten Jahr dann an Ort und Stelle auspflanzen. Mein Herz als Hobbygärtner schlägt höher, wenn ich die Setzlinge selber ziehe. Im ersten Jahr treiben nur wenige Blüten, dann „geht aber die Post ab“ Die einzelnen Pflanzen werden immer kräftiger, die Blüten zahlreicher und wenn der „Präriestandort“ passt, versamen sie sich von ganz alleine und die Prärie breitet sich aus. Großzügig kann man zu viel gewordene neue Keimlinge an weitere Prärieliebhaber und Hobbygärtner weitergeben.

Echinacea purpuea wird auch als Igelkopf bezeichnet, was auf die stacheligen Blütenköpfe hinweist. Erst im späten 18. Jahrhundert findet er seinen Weg auch in unsere Gärten und wird zwischenzeitlich in unterschiedlichen Farben angeboten. Nicht nur bei vielen Insekten beliebt sondern auch für unsere Gesundheit wird er als Heilmittel eingesetzt, er enthält entzündungshemmende und immunstimmulierende Inhaltsstoffe.

Nach der Blüte kann man die Samenstände auch über den ganzen Winter stehen lassen. Die Farben werden auf schwarz/weiß umgeschaltet was aber nicht weniger attraktiv ist. Mit ein wenig Schnee oder Reif zeigen sie im Garten lebhafte Strukturen.

Ein Bericht von Hans Rackow

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